Sonett setzt Nachhaltigkeitstrends und auf Fairness

Maria Heubuch, Bundestagskandidatin von Bündnis90/Die Grünen für den Wahlkreis Bodensee, und Agnieszka Brugger MdB, stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, haben sich bei Sonett über die Nachhaltigkeitsstrategien des Öko-Wasch- und Reinigungsmittelherstellers in Deggenhausertal informiert. Die Grünen haben sich beim Unternehmensbesuch mit der Geschäftsführung Gerhard Heid, Beate Oberdorfer und Andreas Roth auch über die Aufstellung von Unternehmen in der Zukunft und neue Rechtsformen ausgetauscht. Bei Grünen und Sonett gibt es, wie die Diskussion zeigte, viele Sympathien für eine mögliche neue Rechtsform Unternehmen in Verantwortungseigentum.

Bei einem Rundgang führten Kerstin Schramm, erweiterte Geschäftsleitung, und Andreas Roth die beiden Politikerinnen der Grünen in die Unternehmensphilosophie ein. Sonett stellt nicht nur ökologische Wasch- und Reinigungsmittel her sondern hat seit 2018 auch eine Naturkosmetiklinie im Angebot. Das Unternehmen bezieht die Verpackungen aus der Region und seine Rohstoffe aus Deutschland und aus Europa. Dabei arbeitet Sonett mit langjährigen Zulieferern partnerschaftlich und auf Augenhöhe zusammen. Die von Sonett eingesetzten Kunststoffkanister für die Öko-Wasch- und Reinigungsmittel sind Mehrweg-Verpackungen. Sonett recycelt nicht wiederbefüllbare Kunststoff-Verpackungen selbst. Dadurch wird der eingesetzte Kunststoff in seiner ursprünglichen Qualität erhalten und kann vollumfänglich wiederverwendet werden. „Das von Sonett selbst entwickelte zweistufige Kreislaufsystem des Wiederbefüllens und Wiederverwertens ist vorbildlich und geht weit über bisherige Systeme hinaus“, freute sich Maria Heubuch.

Auch Fairness wird im Unternehmen im Bodenseekreis gelebt. Die Hierarchien bei Sonett sind flach, die Geschäftsführer verdienen maximal fünfmal soviel wie die Beschäftigten mit dem niedrigsten Lohn. In der freien Wirtschaft ist es das Zwanzigfache. Beeindruckt hat die Grünen auch, dass Sonett nicht nur selbstverständlich in allen Abteilungen Menschen mit Behinderung beschäftigt, sondern auch, dass Menschen mit 23 unterschiedlichen Nationalitäten dort arbeiten.

Bei Sonett bleiben die Gewinne im Unternehmen und werden reinvestiert, als Gewinnbeteiligung an die Kolleg*innen ausgeschüttet und der Sonett Stiftung zugestiftet. Einzige Gesellschafterin der Sonett GmbH ist die gemeinnützige Stiftung Sonett, damit ist das Unternehmen nicht vererbbar und unverkäuflich. Sonett engagiert sich für die Etablierung dieser neuen Unternehmensrechtsform „Unternehmen in Verantwortungseigentum“. Dadurch gehört sich das Unternehmen selbst und die Verantwortlichen haben die Freiheit langfristig und im Sinne des Gemeinwohls das Unternehmen treuhänderisch zu führen. Sonett zeigt damit, dass ökonomischer Erfolg, soziale Verantwortung und ökologische Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können und müssen, um den notwendigen Paradigmenwechsel unserer Gesellschaft vollziehen zu können.

Intensiv tauschten sich die beiden Politikerinnen mit Gerhard Heid, Beate Oberdorfer und Andreas Roth über die Organisation von Unternehmen aus. „Bei Sonett bleiben die Gewinne im Unternehmen und werden reinvestiert“, so Maria Heubuch nach dem Besuch. Mit einer neuen Rechtsform Gesellschaft in Verantwortungseigentum lässt sich verhindern, dass anders als bei Shareholder Value Gewinne aus Unternehmen gezogen werden und der Kostendruck das Handeln bestimmt, was Fairness gegenüber Beschäftigten und Nachhaltigkeit angeht, so die Bundestagskandidatin für den Wahlkreis Bodensee.

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