Politikversagen gefährdet Betriebe: Jeder Hof zählt

Ich möchte die Landwirtschaft zukunftsfähig und resilient machen. Für mich zählt jeder Hof gerade auch in meinem Wahlkreis. Damit unsere Bäuer*innen mit Zuversicht in die Zukunft gehen können, braucht es grüne Landwirtschaftspolitik.

Weitermachen wie bisher darf die Regierung in Berlin auf keinen Fall. Denn wenn die Politik versagt, machen die Konzerne die Regeln. Danach sieht es im Moment aus. Das darf nicht passieren. Ich teile deswegen die Sorgen der Freien Bäuer*innen, mit denen ich in der vergangenen Woche auf einem Hof in Kleinstadelhofen diskutiert habe. Die Landwirtschaft kann nur zukunftsfähig werden, wenn es faire Preise gibt. Die Bäuer*innen können die Zeche nicht allein zahlen.

Die Politik muss dringend Leitplanken aufstellen. Denn wenn große Konzerne eine Tierwohl-Offensive beschließen und wie Aldi ab 2030 nur noch Frischfleisch aus den Stufen 3 und 4 verkaufen wollen, müssen Bäuer*innen in artgerechte Haltungsformen investieren. Die Produktionskosten steigen. Das Fleisch wird teurer.

Die Bäuer*innen müssen mehr Geld alle Teile der Schlachttiere. Denn die Tiere bestehen nicht nur aus Filetstücken. Deswegen ist es wichtig, dass Verarbeiter*innen und Händler*innen verpflichtet werden, auch die übrigen Teilstücke in der Wurst und anderen verarbeiteten Produkten zu verwenden und die Haltungsform und Herkunft auch auf der abgepackten Wurst anzugeben. Das ist bisher nicht vorgesehen.

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