Maria für den Wahlkreis Bodensee

Alle Kandidat*innen für die Bundestagswahl sagen über ihren Wahlkreis dasselbe: Sie kandidieren im schönsten in ganz Deutschland.  Alle schwärmen von der Landschaft und den Menschen. Bei mir ist es genauso. Für mich ist es ein großes Glück, dass ich eure Bundestagskandidatin für Bündnis90/Die Grünen für den Wahlkreis Bodensee sein darf.  Euch, den Menschen in der internationalen Bodenseeregion fühle ich mich nahe. Die Region ist Heimat für mich.

Vielfalt – die Menschen und die Landschaft

Unser Wahlkreis ist divers, Gegensätze machen ihn aus. Er hat den See und an föhnigen Tagen ist der Blick auf die Gipfel der Alpen frei. Unser Wahlkreis 293 erstreckt sich vom Linzgau im Westen bis an die bayerische Grenze im Osten, wo die sanfte Bodensee Landschaft in das Westallgäuer Hügelland übergeht. Der erst 2009 neu gebildeter Wahlkreis ist geprägt von seinen  Höhenzügen, Tälern und Tobeln, wunderschönen Kirchen, Kapellen, badischen und württembergischen Schlössern und Kraftorten.

Das Linzgau

Ich lade euch ein, mich auf meiner Reise durch den Wahlkreis von West nach Ost zu begleiten. Meine Tour führt von Wald über Pfullendorf, Herdwangen-Schönach und Illmensee im Landkreis Sigmaringen nach Überlingen im Bodenseekreis. Jeder einzelne Ort ist so divers wie der Wahlkreis, angefangen mit Pfullendorf, die Stadt ist attraktiver Gewerbestandort im Linzgau und auch Stadt zum Seepark Linzgau. Dieser entstand erst 2001 im Zuge des landesweit ersten Grünprojekts „Natur in Stadt und Land“. 

Kurstadt mit schwimmenden Gärten

Wenige Kilometer weiter pflegt das Kneippheilbad Überlingen das Image der traditionsreichen Kurstadt, ist Landesgartenschaustadt und präsentiert stolz seinen neuen modellierten Uferpark und schwimmende Gärten. Ich freue mich schon jetzt auf meinen Besuch auf dem Weltacker, ein spannendes Projekt zur Ernährungswende ganz besonders für mich als Agrarpolitikerin.

Lebensräume verbinden

Ich bin begeistert vom Biotopverbund der Heinz Sielmann Stiftung, der Lebensräume im westlichen Teil des Bodenseekreises verbindet und Arten so das Überleben in meinem Wahlkreis sichert.

Die Vogelperspektive

Von Heiligenberg und dem Höchsten aus eröffnet sich ein Blick auf den Wahlkreis fast aus der Vogelperspektive. Zu sehen ist auch eine zersiedelte Landschaft. 

Der Wirtschaftsstandort

Vom eher ländlich strukturierten Hinterland des Bodensees geht meine Reise weiter in Richtung Immenstaad und mitten hinein in das urbane Friedrichshafen im Osten. Viele innovative Unternehmen, ein gut aufgestellter Mittelstand und Weltfirmen haben ihren Sitz am See. Darauf dürfen die Menschen stolz sein. Unterschiedliche Branchen sind hier daheim – mir fällt als Innovation aus Friedrichshafen sofort autonomes Fahren ein. Ich denke an IT-Sicherheit und die Raumfahrt. Am Anfang standen große Namen wie Ferdinand Graf von Zeppelin und Claude Dornier. Heute zählt der Bodenseekreis zu den wichtigsten Luft- und Raumfahrtzentren Deutschlands. Forschungssatelliten aus Immenstaad werden zur Erdbeobachtung ins Weltall geschossen. Durch sie gewinnen wir Erkenntnisse über das Klima. Das ist die eine Seite. Der Bodenseekreis ist aber auch Cluster der Rüstungsindustrie in Baden-Württemberg. Auch diese andere Seite hängt mit der Tradition von Firmen wie Maybach, den Zeppelinwerken oder Dornier zusammen.

Kultur & Sommer

In der Pandemie haben wir schmerzlich erfahren wie sehr wir Kultur vermissen, weil wir sie zum Leben brauchen. Zu meinen Lieblingsorten im Osten gehört nicht zufällig das Kulturhaus Caserne in Friedrichshafen, dem ich lange Openair-Kinonächte an lauen Sommerabenden wünsche.

Das grüne Gold

Letzte Ausfahrt ist schließlich Tettnang. Ich sehe Hopfenstangen, das Grüne Gold, und freue mich über den Outdoorausrüster in der Stadt, der vormacht wie Gemeinwohlökonomie gehen kann.

SIG, ÜB, FN, TT

Mein Wahlkreis Bodensee ist so divers – es gibt allein vier verschiedene Autokennzeichen SIG, ÜB, FN und TT – und die Herausforderungen sind genauso vielfältig. Allein im Bodenseekreis, der bei der Kreisreform 1973 entstanden ist, leben rund 215.000 Menschen auf einer Fläche von 664,72 Quadratkilometern in fünf Städten und 18 Gemeinden. Die Dichte ist hoch und die Bevölkerung wächst weiter. Der Flächenfraß kann nicht weitergehen wie bisher.

Wohnen im Wahlkreis

Die Verfügbarkeit von Wohnraum ist die soziale Frage des 21. Jahrhunderts. Wir müssen in der Bodenseeregion neuen bezahlbaren Wohnraum schaffen, zum Beispiel auch, indem wir bestehende leerstehende Gebäude in den Dörfern ertüchtigen. Auch Fachkräfte brauchen Wohnungen, wenn sie an den Bodensee kommen. Neue Einfamilienhäuser sind für die meisten unbezahlbar.

Im Ranking oben

Der Wahlkreis hat aber auch viele Stärken und ist mit Schulen, der privaten Zeppelin Universität und dem Campus Friedrichshafen der Dualen Hochschule Ravensburg ein attraktiver Bildungsstandort. In Rankings schneidet er nicht zufällig so gut ab. Die Menschen in der Region zählen zu den glücklichsten und zufriedensten in ganz Deutschland. Das liegt nicht nur am wirtschaftlichen Erfolg und der niedrigen Arbeitslosenquote. Bestnoten gibt es bei Studien und Befragungen regelmäßig für die Lebens- und Arbeitsqualität und für den hohen Freizeitwert.

Landschaft & und Kulturlandschaft

Allein im Bodenseekreis sind 33 Naturschutz- und 16 Landschaftsschutzgebiete ausgewiesen. Wein-, Obst- und Hopfenkulturen prägen die Kulturlandschaft.

Bereit für die Energiewende

Die Region ist aber nicht nur landschaftlich und landwirtschaftlich attraktiv, sondern hat wegen der hohen Sonneneinstrahlung auch Potenzial als Standort für Photovoltaik und ganz besonders Agri-Photovoltaik. Im windhöffigeren Kreis Sigmaringen produzieren Windkraftanlagen Strom und im Bodensee schlummert das energetische Potenzial eines Kernkraftwerks. Die Wärme aus dem See, aus dem vier Millionen Menschen trinken, wird bisher noch kaum genutzt.  Wir benötigen ein klimaverträgliches Energiekonzept und noch mehr regenerative Energien vor der Haustüre.

Verkehrsräume zu Wasser und zu Lande

Die Region ist auch Verkehrsraum. Eine wichtige Branche ist der Tourismus. Im Sommer wird es am Bodensee und im Linzgau noch voller. Eine Million Menschen halten sich dann gleichzeitig hier auf und bewegen sich fort.  Der Verkehrsraum ist aber nicht nur deswegen besonders: In welchem Wahlkreis gibt es schon täglich mehr als 100 Fähr- und Katamaranverbindungen?

Anschluss an Deutschlandtakt

Wir brauchen noch mehr ÖPNV und eine klimaverträgliche Mobilität. Auf der Südbahn fahren die Züge in Richtung Ulm und Lindau bald elektrisch. Der Wahlkreis benötigt Anschluss an den Fernverkehr. Die Elektrifizierung und der Ausbau der Bodenseegürtelbahn zwischen Friedrichshafen und Radolfzell muss zeitnah folgen, wenn die Mobilitätswende mehr als eine Wette auf die Zukunft sein soll.

Raus aus dem Stau

Auch der Fahrradverkehr hat ein riesengroßes Potenzial. Wir brauchen bessere Radstrecken auch am deutschen Ufer und mehr Radschnellwege für Fahrradpendler*innen. Ich möchte für den Wahlkreis bessere Konzepte für die zukunftsfähige Mobilität vom Fußgänger- über den Radverkehr bis zum Warentransport von West nach Ost durch den Kreis.

Holt eure Klappstühle raus

Lasst uns die kommenden Monate nutzen, um ins Gespräch zu kommen. Ich freue mich auf die Fortsetzung meiner Reise mit euch durch den Wahlkreis Bodensee, auf die ersten Klappstuhlgespräche und viele Firmenbesuche. Am 26. September haben wir die historische Chance, bei der Wahl zum 20. Deutschen Bundestag im kommenden Jahr 2021 zum ersten Mal das Direktmandat im Wahlkreis Bodensee zu holen.

Nur Veränderung schafft Halt!

Alles ist drin.

Eure Maria