Kiesabbau, Konflikte und neue Biotope

Besonders viel Kies wird in Oberschwaben und auch in meinem Wahlkreis abgebaut. Die Meichle + Mohr GmbH mit Sitz in Immenstaad gehört zu den mittelständischen Unternehmen im Bereich der regionalen Rohstoffsicherung. Heute durfte ich zusammen mit Martin Hahn MdL das Kieswerk Meichle+Mohr im Tettnanger Wald besuchen. Gelernt habe ich: Kiesabbau und Naturschutz schließen sich hier nicht aus. Ganz konkret habe ich für mich mitgenommen, dass durch den Rohstoffabbau nicht nur Natur zerstört wird, sondern auch neue qualitativ hochwertige Lebensräume für Amphibien und Vögel 🦎🦅🦆🌿 und ein 23 Hektar großer See entstehen. Auch Mischwald wird im Tettnanger Wald 🌳🌲🌳 neu gepflanzt. Als Agrarpolitikerin bin ich dankbar dafür, wenn Biotope auf einer Konversionsfläche und nicht zu Lasten landwirtschaftlicher Fläche entstehen. Wir können auf Kies nicht verzichten, wir brauchen ihn für den Radwegebau genauso wie für Schienenstrecken, auch wenn ich mir wünsche, dass wir in Zukunft mehr Recyclingmaterial verwenden, bisher sind es erst etwa 10 Prozent, die das Kieswerk mit verarbeitet. Mehr steht nicht zur Verfügung. Mit dabei waren im Tettnanger Wald auch Oliver Mohr, Geschäftsführer der Meichle & Mohr GmbH, und Thomas Körner, Geschäftsführer NABU Donau-Bodensee. Kies bleibt ein spannendes, konfliktreiches Thema. Verstanden habe ich heute, dass wir Konflikte lösen können und müssen.👍

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