Firmenbesuch mit Johannes Kretschmann: Off-Grid Europe in Pfullendorf leistet Betrag zum Klimaschutz

Heute möchte ich euch gern über meinen ersten Firmenbesuch in meinem Wahlkreis berichten und mich noch einmal bei unseren Gastgeber*innen bedanken. Ich freue mich sehr, dass das innovative Unternehmen unseren Besuch möglich gemacht hat und ich zusammen mit Johannes Kretschmann, der für den Wahlkreis Zollernalb für den Bundestag kandidiert, die Off-Grid Europe in Pfullendorf besuchen durfte. Die Firma hat uns spannende Einblicke gewährt. Die Off-Grid Europe GmbH ist spezialisiert auf autarke, erneuerbare Energiesysteme. Diese Systeme haben riesengroßes Potenzial, sind vielfältig einsetzbar und werden im Moment vor allem für die Elektrifizierung von abgelegenen Gebieten und als Ersatz für Dieselgeneratoren genutzt. Damit leistet das Unternehmen mit Knowhow aus Deutschland einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz im globalen Süden.

Der Doppelbesuch zusammen mit Johannes Kretschmann kam zustande, da der Unternehmensstandort zwar im Kreis Sigmaringen liegt und Johannes grüner Bundestagskandidat für den Wahlkreis Zollernalb und damit für den größten Teil des Landkreises Sigmaringen ist, die Stadt Pfullendorf aber aber bei der Bundestagswahl zum Wahlkreis Bodensee gehört.

Geschäftsführerin Christiane Kragh stellte uns ihre Firma zunächst im Rahmen einer Präsentation vor. Ich war sofort begeistert. Sie erklärte, dass sich das Geschäftsmodell von Off-Grid Europe im Laufe der Jahre weiterentwickelt und diversifiziert habe. Inzwischen sei die Off-Grid Europe GmbH spezialisiert auf autarke, erneuerbare Energiesysteme. Diese Energiesysteme würden sehr vielfältig, aber im Moment vor allem für die Elektrifizierung von abgelegenen Gebieten sowie als Ersatz für Dieselgeneratoren genutzt.

Christiane Kragh stellte ein beeindruckendes Portfolio an Kund*innen vor, die die Lösungen aus dem Linzgau weltweit einsetzen: von Papua Neuguinea über Paraguay bis hin zu Westafrika. Aktuell arbeitet die Firma an einem Projekt im Senegal, um 120 Dörfer zu elektrifizieren. Die Container für das Projekt, die kurz vor der Verschiffung in den Senegal noch von dem internationalen Team der Firma überprüft wurden, standen für uns zur Besichtigung bereit. In einem Online-Anruf konnte sogar der Geschäftsführer Mark Kragh, der sich aktuell im Senegal zur Installation der Systeme aufhält, zugeschaltet werden. Beim digitalen Rundgang zeigte er uns wie die Energiesysteme in der Wüste Senegals mit aufgebaut und installiert werden.

Johannes Kretschmann und ich waren wirklich sehr beeindruckt und interessiert an dem Projekt und stellten einige Fragen, zum Beispiel im Hinblick auf die Finanzierung und die langfristige Planung. Christiane Kragh erklärte uns, dass die staatliche senegalesische Energieagentur, aber auch die deutsche Förderbank KfW an der Finanzierung beteiligt seien und man auch mit der Deutschen Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) zusammenarbeite, um die Menschen vor Ort zu schulen. Die Container würden die nächsten fünf Jahre noch von einem speziell entwickelten Fernwartsystem, Off-Grid Controller genannt, überwacht und ferneingestellt, bevor die Menschen vor Ort sich eigenständig um die Systeme kümmern sollen.

Um in einem sehr dynamischen Markt innovativ und relevant zu bleiben, setzt das Unternehmen auf Forschung und Entwicklung. Die Pfullendorfer haben auch in der Corona-Pandemie schnell reagiert und einen wichtigen Beitrag für das Gesundheitswesen in Ländern des Globalen Südens geleistet. Weil es bei der medizinischen Versorgung oft an Sauerstoff fehlte, habe sich Off-Grid Europe zum Beispiel auch auf die Herstellung medizinischen Sauerstoffs mit Solar Energie spezialisiert – ein Problem, das vor allem in Afrika, schon lange vor der Pandemie bestand.

Inzwischen sei man durch vielfältige Projekte finanziell gut aufgestellt, so Christiane Kragh. Allerdings mache auch ihrer Firma die Folgen der Corona Pandemie zu schaffen, zum Beispiel durch horrende Preissteigerungen und instabile Lieferketten. Ich habe spontan angeboten, mich in einem nächsten Treffen, konkreter Fragen der Geschäftsführung von Off-Grid Europe zu widmen. Ganz nach dem grünen Motto einer „Politik des Gehörtwerdens“ möchte ich anbieten, gemeinsam Probleme zu definieren und konkrete Lösungen erarbeiten. Johannes Kretschmann stimmte dem zu und bedankte sich für eine interessante Führung in einem Unternehmen, das den Gedanke der wirtschaftlichen Transformation verkörpere.

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