Empfehlenswert! Stadtführung Faire Mode in Friedrichshafen

Hat Spaß gemacht! Lieben Dank an Elke Otto für die Stadtführung faire Mode. Es gibt so viele schöne, modische, strapazierfähige und angenehm auf der Haut zu tragende Textilien. Lieben Dank für die Entdeckungstour. Längst haben wir nicht nur in hippen Großstädten die Wahl zwischen fair produzierten, qualitativ hochwertigen, giftfreien Textilien und billigen T-Shirts und Jacken, die schon nach wenigen Wochen in der Tonne landen. Und es gibt Händler:innen, die ganz bewusst auf nachhaltige Mode setzen. Aber ganz ehrlich, es reicht noch nicht. Die Politik muss noch so viel mehr tun und dringend ein paar wirkungsvolle Regeln aufstellen. Unter unfairen, umwelt- und klimaschädlichen Bedingungen produzierte T-Shirts, Jeans und Sommerkleider müssen aus den Boutiquen und Ketten verschwinden. Ich möchte, dass wir unsere grünen Forderungen umsetzen. Dass die Mode noch nachhaltiger wird!

Und so erreichen wir unsere Ziele: Unternehmen verpflichten wir dazu, in ihrer gesamten Lieferkette Sorgfalt walten zu lassen, um sicherzustellen, dass sie weder die Menschenrechte noch die nachhaltige Entwicklung verletzen. Produkte aus Zwangsarbeit und Entwaldung dürfen nicht mehr importiert werden. Klimaschutz darf nicht zu Nachteilen im internationalen Wettbewerb führen. Wir unterstützen deshalb eine Klimaabgabe auf schmutzige Importe. Das Vorsorgeprinzip sorgt dafür, dass Produkte in Europa nur dann auf den Markt kommen, wenn sie eindeutig sicher sind für Umwelt und Verbraucher:innen.

Handelsabkommen dürfen keine Treiber von Liberalisierung, Deregulierung und Privatisierung werden. Parlamente sind elementar für unsere Demokratie und damit zentraler Akteur bei Handelsabkommen. Wir lehnen Regeln in Handelsabkommen ab, die Parlamente umgehen oder schwächen können.

Wir brauchen auch dringend eine echte Rohstoffwende, die nicht nur zu einer relativen, sondern zu einer absoluten Verminderung des Ressourcenverbrauchs führt. Das betrifft auch Textilien. Rohstoffwende heißt, den Ressourcenverbrauch um den Faktor 10 bis 2050 zu senken. Außerdem möchten wir Grüne, das bestehende Ressourceneffizienzprogramm in einen Aktionsplan zur Kreislaufwirtschaft überführen. Darin enthalten sein müssen unter anderem gesetzlich verankerte Abfallreduktionsziele sowie eine Ausweitung der Herstellerverantwortung auf Produktgruppen wie Baustoffe, Möbel und Textilien.

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